Gedanken für den 28.03.2020

Unser Scherbelino

Vor den Toren Stuttgarts gibt es einen großen, heute mit Rasen bepflanzten Hügel, den die Schwaben liebevoll Scherbelino nennen. Auf diesen Hügel haben die Bewohner der Stadt nach dem zweiten Weltkrieg die Trümmer und Scherben gebracht, um die Stadt wieder neu aufbauen zu können. In Wagen und Karren fuhr man damals den Schutt auf einen Hügel, damit der Wiederaufbau beginnen konnte.

So einen Hügel brauchten wir auch für unser Leben, wohin man die Trümmer und Scherben bringen und dann neu anfangen könnte. Gottlob, diesen Scherbelino gibt es. Es ist der Hügel Golgatha vor der Stadt Jerusalem. Dort, wo Jesus für unsere Sünden und Schwächen starb, kann man alle seine Scherben und Trümmer abladen und dann mit Vergebung und Heilung neu beginnen. Das Kreuz Jesu ist der Ort, an dem wir alles abladen können, der Scherbelino für eine ganze Menschheit. Gott sei Dank!

Die Sünden, die wir verbergen, werden immer wieder zum Vorschein kommen und den Lebensaufbau stören. Die Sünden, die wir unter dem Kreuz abladen, sind wirklich verborgen und vergeben. Darauf kann man ganz neu beginnen.

"Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist!"

(Psalm 32,1)



Aus Axel Kühner: Überlebensgeschichten für jeden Tag,
14. Auflage, © Aussaat-Verlag, D-Neukirchen-Vluyn.
ISBN: 3-7615-1612-6

Quelle: www.miriam-stiftung.de